Starker Ausbildungspartner

Nachwuchsplanung im Betrieb ist wichtiger denn je. Was sind die besten Strategien? Betriebsinhabern wie auch Auszubildenden steht die IKK classic mit Expertenrat zur Seite.

Starker Ausbildungspartner

Experten zufolge spitzt sich der Fachkräftemangel in den kommenden Jahren zu. Umso wichtiger wird es für Betriebe, Strategien für die Nachwuchssuche zu entwickeln. Die IKK classic unterstützt Betriebsinhaber dabei und fungiert für Auszubildende als erste Anlaufstelle bei ihrer Karriereplanung.

 

Im Handwerk läuft es richtig rund: 142.000 abgeschlossene Ausbildungsverträge im Jahr 2016 meldete Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) Anfang April bei der Vorstellung des aktuellen Berufsbildungsberichts. Das ist wichtig, denn das Handwerk gewinnt seinen Fachkräftenachwuchs vorwiegend aus der eigenen Ausbildung. Auch wirtschaftlich läuft es gut im Handwerk: Dank voller Auftragsbücher rechnet der ZDH im Jahr 2017 bundesweit mit Umsatzzuwächsen von bis zu 3,5 Prozent. Gebremst würde das Wachstum jedoch, wenn Betriebe Personalengpässe bekämen.

Handwerks-Nachwuchs dünnt aus

Diese Gefahr ist recht real: Angesichts des demografischen Wandels wird es auch das Handwerk künftig schwerer haben, Nachwuchs zu finden. Die Zahl der Schulabgänger geht stetig zurück, viele Abgänger weisen heutzutage ein sinkendes Bildungsniveau und fehlende Ausbildungstauglichkeit auf. Andere wiederum bevorzugen einen höheren Schulabschluss und entscheiden sich anschließend für die neuen Bachelorstudiengänge.

 

Erster Schritt: Anforderungsprofil 

Für Betriebe bedeutet das: Wer einen Azubi gewinnen will, der wirklich zum Betrieb passt, braucht gute Strategien. Vor der erfolgreichen Suche steht erst einmal das Anforderungsprofil: Wer sich genau überlegt, was er zu bieten hat und von seinem neuen Azubi erwartet, hat es bei der Auswahl leichter. Je besser Azubi und Betrieb zueinander passen, desto eher bleibt der Nachwuchs dem Unternehmen später erhalten. Betriebe sollten außerdem langfristig denken: Welche Art Mitarbeiter benötigen sie in zehn Jahren? Und welche Schulausbildung, welche Fächerkombination ist dafür notwendig? Und wer bringt heute schon die Grundlagen dafür mit?

Online-Angebote rund um den Berufsstart

Kein leichtes Unterfangen für die vielen kleinen und Kleinstbetriebe, das alleine zu stemmen. Das müssen sie auch nicht: Hilfestellung bietet ihnen die IKK classic mit ihren Online-Angeboten rund um den Berufsstart. Hier finden Betriebsinhaber wichtige Informationen und Praxistipps zu allen Belangen rund um das Thema Ausbildung: Sie erfahren etwa, welche Voraussetzungen sie erfüllen müssen, um überhaupt als Ausbildungsbetrieb anerkannt zu werden, und welche Kooperationen beziehungsweise Verbünde mit anderen Betrieben eventuelle Lücken schließen können. Wer ausbilden will, muss einen Verantwortlichen benennen, der persönlich, fachlich sowie berufs- und arbeitspädagogisch dafür geeignet ist. Was viele nicht wissen: Das muss nicht immer der Chef persönlich sein; er kann diese Aufgabe an einen geeigneten Mitarbeiter übertragen.

In sozialen Medien Vorzüge präsentieren

Doch wo finden Betriebe heutzutage geeignete Azubis? Hier weiß Olaf Trapphagen, Referent Aus- und Fortbildung im Geschäftsbereich Personalentwicklung der IKK classic in Bergisch Gladbach, Rat: „Handwerker sollten dort aktiv sein, wo sich ihre Zielgruppe tummelt, nämlich in den sozialen Medien“, sagt er. Dort sollten sich auch die Betriebe mit ihren Vorzügen präsentieren. „Am besten beschreiben Azubis dort selbst, warum eine Ausbildung ausgerechnet in ihrem Betrieb zu empfehlen ist. Das ist authentischer“, führt er aus. Kleine, selbstgedrehte Videos aus ihrem Arbeitsalltag, die auf Facebook geteilt werden können, kommen bei der jungen Zielgruppe besonders gut an.

Persönlichkeitstest deckt Talente auf 

Wie Azubis im Handwerk einen guten Start hinlegen, erfahren sie bei der IKK classic auf der Berufsstarter-Seite. Wer sich beispielsweise noch nicht sicher ist, welcher Beruf für ihn überhaupt in Frage kommt, kann seine Talente mit einem Persönlichkeitstest herausfinden. Informationen über die Voraussetzungen und Möglichkeiten der 350 Ausbildungsberufe, zu Ausbildungsdauer und -inhalten bis hin zu Arbeitszeit und möglichem Gehalt runden das Angebot für Azubis ab. „Für junge Menschen ist die berufliche Aus- und Weiterbildung im Handwerk eine hervorragende Berufs- und Karrierechance“, betont ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. Und für Betriebe ist sie ein Garant für künftiges Wachstum – vorausgesetzt, die Strategie stimmt.

Arbeitgeber trifft Azubi

Hier kommen Betriebe mit ihrer Zielgruppe in Kontakt:

 

  • Schulen: Der erste Kontakt zu benachbarten Schulen kann über Schulpartnerschaften oder Schulveranstaltungen zustandekommen.
     
  • Azubisuche der IKK classic: Arbeitgeber können dort ihre offenen Stellen kostenlos und zeitlich unbefristet anbieten und sie gleichzeitig bei der Agentur für Arbeit veröffentlichen.
     
  • Azubi-Messen und -Börsen: Sie bieten eine gute Gelegenheit, potenzielle Mitarbeiter kennenzulernen und den eigenen Betrieb vorzustellen. Auch in den kommenden Monaten ist die IKK classic wieder auf zahlreichen Azubi-Messen vertreten. Termine gibt es hier
     
  • Praktika und Ferienjobs: Damit erhalten potenzielle Azubis die Gelegenheit, in den Betrieb hineinzuschnuppern.
     
  • Betriebsbesichtigungen oder Tage der offenen Tür: Sie bieten Betriebsleitern eine weitere Möglichkeit, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.
     
  • Social Media: Betriebe sollten sich dort tummeln, wo ihre Zielgruppe aktiv ist; das sind je nach Anforderung Facebook, Twitter oder Xing.
     
  • Azubis werben Azubis: Azubis oder Mitarbeiter können neue Azubis vermitteln; belohnt werden sie bei einer erfolgreichen Vermittlung mit einer Prämie.
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