Rauchfrei am Arbeitsplatz

Rauchen im Betrieb: Was ist
erlaubt und was nicht? profil
gibt einen Überblick!

Rauchen im Betrieb: Worauf müssen Arbeitgeber achten?

Grundsätzlich greift das Nichtrauchergesetz am Arbeitsplatz. Es hängt jedoch vom jeweiligen Arbeitgeber ab, ob er das Rauchen im eigenen Betrieb gestattet. Welche gestalterischen Freiheiten können dabei umgesetzt werden? Was ist erlaubt, was nicht? Im Folgenden die wichtigsten Fakten für Arbeitgeber!

Laut Gesetzgebung hat jeder Angestellte Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Zudem haben Betriebsinhaber die Pflicht (Arbeitsstättenverordnung), ihre Mitarbeiter vor Tabakrauch und den möglichen gesundheitlichen Folgen zu schützen.

Jeder Betrieb kann jedoch individuell regeln, ob es ein generelles Rauchverbot geben soll oder die Zigarette eingeschränkt am Arbeitsplatz erlaubt ist.

Wenn es die Räumlichkeiten ermöglichen, sind getrennte Arbeitsräume für Raucher und Nichtraucher eine gute Lösung. Solange die Verbindungstüren geschlossen bleiben, ist auch der Nichtraucherschutz gewährleistet. Kaffeeküche und Kopierraum müssen jedoch grundsätzlich rauchfrei bleiben.

Spezielle Raucherräume oder Raucherbereiche zu etablieren, ist laut Gesetz nicht vorgeschrieben. Allerdings ist es sinnvoll, wenn sich der Arbeitgeber offen zeigt und mit den Rauchern in seiner Belegschaft gemeinsam nach einem geeigneten Ort sucht. Muss beispielsweise das Betriebsgelände zum Rauchen komplett verlassen werden, sorgt das oft für Unmut.

Ein Betrieb ist nur dazu verpflichtet, die gesetzlich festgelegten Ruhepausen zu gewährleisten. Ein Anrecht auf Extra-Pausen, um zu rauchen, gibt es nicht. Weitere Regelungen müssen daher betriebsintern aufgestellt werden. Dabei kann der Arbeitgeber beispielsweise verlangen, dass Arbeitnehmer, die Raucherpausen in Anspruch nehmen, die verlorene Arbeitszeit nachholen.

Es gilt unbedingt zu beachten: Raucher sind in den freiwillig gewährten Pausen nicht über ihren Arbeitgeber versichert. Das heißt, Unfälle, die während der Raucherpause oder auf dem Weg dorthin passieren, sind nicht über die Unfallversicherung geschützt.

Wird ein Rauchverbot im Betrieb missachtet, kann das – nach vorheriger Abmahnung – ein Kündigungsgrund sein. Jedoch kommt es dabei stark auf den Einzelfall an. Weist der Mitarbeiter beispielsweise eine Suchterkrankung nach, kann das vor Gericht zu seinen Gunsten mildernd berücksichtigt werden.

Passende Artikel

Bildnachweis Header: © marie anne/photocase.de


Nächster Artikel

Protokoll eines Ex-Alkoholsüchtigen – Nach dem Entzug wieder voll im Leben

mehr
Das Foto zeigt einen Mann auf einer Parkbank