Gesundheitsförderung für Auszubildende

Der Start in den Beruf stellt junge Menschen vor neue Aufgaben. Deshalb macht es Sinn, bereits in der Berufsschule für Prävention und Gesundheitsförderung zu sensibilisieren. 

Gesundheitsförderung für Auszubildende

Gesunder Übergang zwischen Schule und Beruf

Der Start in den Beruf stellt junge Menschen vor neue Aufgaben. Der bislang gewohnte Tagesablauf verändert sich komplett: neue Arbeits- und Freizeitstrukturen, der Umgang mit Vorgesetzten und Kollegen, ungewohnte körperliche Beanspruchung sowie neue Verantwortungen. Diese und andere Veränderungen gilt es in dieser Lebensphase zu meistern. Eine Herausforderung – auch für die körperliche und psychische Gesundheit. Daher ist es besonders wichtig, dass die Förderung der Gesundheit schon in dieser frühen Phase des Berufslebens beginnt. Denn für Handwerksbetriebe sind gesunde und leistungsstarke Auszubildende gerade in Zeiten des Fachkräftemangels essentiell. Es gilt, die Arbeitsfähigkeit der neuen Mitarbeiter langfristig zu erhalten und sie durch eine hohe Zufriedenheit an den Betrieb zu binden. „Ein jahrelang praktiziertes Verhalten zu verändern ist ungemein schwerer, als ein Neues zu erlernen. Deshalb macht es Sinn, mit Prävention und Gesundheitsförderung zu starten, wenn Handwerker ganz am Anfang ihres Berufslebens stehen“, betont Andreas Schönhalz, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Niedersachsen und Hamburg.  Auch aus Sicht der berufsbildenden Schulen ist Gesundheit ein wichtiger Faktor für den Schul- und Bildungserfolg. Auf der Fachtagung „Gesundheitsförderung im Handwerk. Gesunde Übergänge zwischen Schule und Beruf!“, die am 12. Februar in Hannover stattfand, wurden die Fragen diskutiert, wie Auszubildende und Berufsschüler den Schritt zwischen Schule und Beruf erfolgreich bewältigen können und wie Handwerksbetriebe und Berufsschulen dabei unterstützen können. Ebenso stand der Praxisaustausch zwischen Schulen und Unternehmen im Fokus der Veranstaltung, an der insgesamt rund 60 Vertreter von Berufsschulen, Ausbildungsbetrieben, Handwerkskammern und -innungen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden sowie weiteren Interessierten teilnahmen.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Modellprojekts „Gesundheitsförderung in Berufsbildenden Schulen – Handwerk“ von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung und Akademie für Sozialmedizin (LVG & AFS) in Kooperation mit der IKK classic durchgeführt. Innerhalb dieses Projektes in Niedersachsen und Westfalen-Lippe wurden Befragungen zur Gesundheit an berufsbildenden Schulen durchgeführt. In einem zweiten Schritt werden an Modellschulen gemeinsam Bedarfe und Bedürfnisse in Bezug auf Gesundheit erhoben. Anschließend werden individuell auf die Schule zugeschnittene Maßnahmen entwickelt und durchgeführt. Der gesamte Prozess wird evaluiert. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden in Handlungsempfehlungen zur Gesundheitsförderung von Berufsschülern im Handwerk zusammengefasst. So sollen auch weitere Berufsschulen von hilfreichen Impulsen für eine „gesundheitsfördernde Berufsschule“ profitieren. Eine zweite Fachtagung in diesem Jahr findet voraussichtlich im September 2019 in Westfalen-Lippe statt. 

Passende Artikel
IKK classic
Gesundheit
2019: Das ist neu – das ändert sich

Hallo 2019: Das ist neu – das ändert sich!

Handwerk
Gesundheit
Demografie
Erich Möbert – 84 Jahre und kein bisschen müde!

Einer der ältesten Handwerker im Porträt

Gesundheit
Demografie
Kampf dem Fachkräftemangel!

Über Nacht zum Social-Media-Star!

Bildnachweis Header: © Christian Brecheis


Nächster Artikel

Die IKK-Gesundheitsexperten – Katja Keller-Landvogt erklärt ein Gesundheitsthema.

mehr
Das Foto zeigt einen älteren Angestellten