Einführung in den Themenschwerpunkt Ernährung

Ausgewogene Ernährung ist essen-
tiell und sorgt für langfristig
gute Arbeitsqualität. Gerade für Handwerker,
die durch ihre Arbeit körperlich
gefordert sind, können Arbeitgeber in Sachen
Ernährung einiges tun.

Appetit auf ausgewogene Ernährung machen – auch während der Arbeit!

Natürlich kann man sich jederzeit einen Ernährungsexperten ins Haus holen, der betriebliches Gesundheitsmanagement zum Thema Ernährung durchführt. Chefs können aber auch eine ganze Menge selbst tun, um ihren Mitarbeitern Appetit auf ausgewogene Ernährung zu machen. Anke Hagemann, Ernährungsexpertin
der IKK classic, gibt Tipps!

„Regelmäßiges Trinken fördert die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit“, unterstreicht Anke Hagemann. „Daher versorgen Sie Ihre Mitarbeiter am besten mit Trinkwasser in einer Karaffe oder mit Mineralwasser vielleicht bietet sich für Mineralwasser eine Sammelbestellung an. Eine Möglichkeit wäre auch, im Betrieb einen Getränkeautomaten aufzustellen, der allerdings nicht ausschließlich mit süßen Getränken bestückt sein sollte.“ Dazu findet die Expertin es wichtig, dass Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern einen Wasserkocher bereitstellen, damit sie die Möglichkeit haben, sich einen Tee zu kochen. „Auch schön ist, wenn die Mitarbeiter Zugriff auf eine Kaffeemaschine haben.“

Im Betrieb sollte es einen Kühlschrank geben, damit die Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich ihr Essen morgens mitzubringen und dieses bis zum Mittag kalt zu stellen, rät Hagemann. „Der Kühlschrank sollte regelmäßig gereinigt und aufgeräumt werden als Zeichen der Wertschätzung den Angestellten gegenüber.“ Ebenso sollte es eine saubere Mikrowelle vor Ort geben. „In einer dreckigen, verspritzten Mikrowelle wärmt niemand gerne sein Essen auf“, so Hagemann.

Mit regelmäßigen Pausen arbeitet es sich leichter; daher sollten Vorgesetzte darauf achten, dass ihre Mitarbeiter regelmäßig Pause machen, so Hagemann. „Neben der Hauptpause am Mittag sind flexible Pausenzeiten ideal“, unterstreicht die Expertin. Pausen sollten einen festen Ort bekommen; entweder in einem eigenen, freundlich eingerichteten und sauberen Pausenraum oder bei einer Sitzgelegenheit im Freien für den Sommer. Oder in einer Kantine. „Über eine Kantine verfügen vor allem oft größere Betriebe“, sagt Hagemann. „Auch hier kann der Chef Einfluss auf das ausgeteilte Essen nehmen, indem er beispielsweise auf einen Caterer setzt, der vollwertige Mahlzeiten anbietet, mit Aktionswochen zu verschiedenen Themen zusätzlich für Abwechslung sorgt und auf Qualität achtet“, so Hagemann. „Einige Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern auch die Möglichkeit an, bei einem externen Anbieter ,gesunde Pausenverpflegung‘ einzukaufen.“

Auch bei Besprechungen können Chefs Einfluss auf die Ernährung ihrer Mitarbeiter nehmen. „Anstelle der obligatorischen Kekse können sie Teller mit Obst oder Trockenfrüchten bereitstellen oder Nüsse, die sowohl ein proteinreicher Snack sind als auch über ein sehr gutes Fettsäuremuster verfügen“, bekräftigt Hagemann. „Noch ein Tipp: Süßigkeiten-Automaten mit Schokoriegeln sind in vielen Betrieben beliebt und verführen häufig zum Naschen. Auch hier bieten sich Obstschalen als Alternative an, aus denen sich Mitarbeiter zum Selbstkostenpreis bedienen können.“

Mit theoretischem Input können die Chefs ihre Mitarbeiter zusätzlich versorgen, so die Expertin, „etwa, indem sie Rezepte auslegen oder die ,Zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung‘ aushängen oder Infoblätter zum Thema Ernährung auslegen“. Auch eine Kurzintervention mit einem Fachvortrag oder ein Workshop kann für eine bessere Ernährung sensibilisieren.

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Bildnachweis Header: © Peter Dazeley / Getty Images


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