Der ideale Pausenraum

Ein guter Chef sollte seine Mitarbeiter nicht nur dazu motivieren, gesund zu essen. Sondern auch dazu, das Essen in einem gesunden Rahmen einzunehmen. Aber wie sieht eigentlich der ideale Pausenraum aus?

Der ideale Pausenraum

 

Essen im Stehen? Ohne Ruhe? Das ist auf Dauer fast genauso ungesund wie Fastfood. Deshalb sollten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern einen Pausenraum zur Verfügung stellen, in dem Mahlzeiten ganz ohne Hast eingenommen werden können. Es gibt sogar Betriebe, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, einen Pausenraum zu stellen. Gemäß Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) Anhang 4.2 Abs. 1 muss ein Pausenraum oder ein entsprechender Pausenbereich zur Verfügung gestellt werden, wenn der Betrieb mehr als zehn Beschäftigte hat oder die Sicherheit und der Schutz der Gesundheit es erfordern.

Raum muss für alle leicht erreichbar sein


„Es gibt dabei aber Ausnahmen. Und zwar, wenn die Beschäftigten in Büroräumen oder vergleichbaren Arbeitsräumen beschäftigt sind und es dort gleichwertige Voraussetzungen für eine Erholung während der Pause gibt“, erklärt Beate Preuschoff vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). In diesen Fällen ist ein zusätzlicher Raum nicht zwingend. Bei Arbeiten im Freien oder generell auf Baustellen zählen auch Baustellenwagen oder Container als Pausenraum.


Doch wie soll er genau aussehen, der ideale Pausenraum? Der Raum muss für alle Mitarbeiter leicht erreichbar sein und sich an einer ungefährlichen Stelle befinden. Der Raum selbst muss mit leicht zu reinigenden Tischen und Sitzgelegenheiten mit Rückenlehnen ausgestattet sein. Auch die Größe des Pausenraumes ist geregelt. Genaue Angaben dazu finden sich in der Arbeitsstättenregel (ASR) A 4.2. So muss für Beschäftigte, die den Pausenraum oder Pausenbereich gleichzeitig benutzen, eine Grundfläche von jeweils mindestens einem Quadratmeter einschließlich Sitzgelegenheit und Tisch vorhanden sein. Zudem sind Flächen für weitere Einrichtungsgegenstände, Zugänge und Verkehrswege hinzuzurechnen. Die Mindestgröße eines Pausenraumes beträgt laut Vorgaben sechs Quadratmeter und darf nicht unterschritten werden.

Pause nach eigenen Vorstellungen verbringen

 

Außerdem sind Arbeitgeber verpflichtet, ihren Mitarbeitern regelmäßige Ruhepausen zu gewähren. Festgelegt ist dies in § 4 Arbeitszeitgesetz. „Unter einer Pause versteht man eine Arbeitsunterbrechung, während der der Arbeitnehmer nicht zur Arbeitsleistung herangezogen werden kann und die er nach seiner eigenen Vorstellung verbringen kann“, erläutert Beate Preuschoff.


Die Dauer der Pause ist ebenfalls vom Gesetzgeber vorgegeben und beträgt bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden rund 30 Minuten, bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden 45 Minuten. Wie lange die Pausen andauern, können Chefs mit ihren Mitarbeitern individuell gestalten. So ist es auch möglich, die Pausen in mehrere kleinere Arbeitsunterbrechungen aufzuteilen. Eine Pause muss jedoch mindestens 15 Minuten betragen. Auch ist darauf zu achten, dass Arbeitnehmer nicht länger als sechs Stunden am Stück ohne Ruhepause beschäftigt werden.

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