Bewegung, Bewegung, Bewegung!

Wer bei der Arbeit viel sitzt oder monotone Tätigkeiten ausführt, sollte in kleinen Pausen für ausreichend Bewegung sorgen. Wir zeigen, wie das gehen kann.

Bewegung, Bewegung,
Bewegung!

Seine Mitarbeiter in Bewegung zu bringen, ist heutzutage so einfach wie nie – und liegt im Trend. Die Möglichkeiten für Betriebe, sportliche Aktivitäten für ihre oder mit ihrer Belegschaft zu organisieren, werden immer zahlreicher. Wo Sie ansetzen können, wie Sie sich dem idealen Betriebssportprogramm annähern und was es sonst noch zu beachten gibt, haben wir in dieser Entscheidungshilfe zusammengefasst.

Gesundheitskurse der IKK classic

Mehr Beweglichkeit, mehr Fitness, Rückenschule: Das Angebot an Gesundheitskursen der IKK classic ist neben Stressbewältigung, Ernährung und Umgang mit Suchtmitteln auch auf sportliche Aktivitäten ausgerichtet. Zum einen können Mitglieder individuell im Rahmen ihres IKK Gesundheitskontos daran teilnehmen und dafür bis zu 180 Euro Zuschuss von der IKK classic erhalten (qualitätsgeprüfte Kurse im Umkreis gibt es hier). Zum anderen können auch Arbeitgeber ihren Mitarbeitern die Teilnahme an diesen externen Gesundheitskursen anbieten. In diesem Fall würden die Beschäftigten diese eigenverantwortlich außerhalb der Arbeitszeit besuchen. Eine weitere Option ist, innerbetriebliche Seminare zu organisieren, etwa eine arbeitsplatzbezogene Rückenschule. Die finanziellen Aufwendungen für die betriebliche Gesundheitsförderung der Mitarbeiter sind für Arbeitgeber jährlich bis zu 500 Euro pro Beschäftigtem frei von Steuer- und Sozialversicherungsabgaben. Die Grenze markiert einen Freibetrag – nicht aber eine Obergrenze. Arbeitgeber können demnach auch mehr für die Gesundheit pro Mitarbeiter ausgeben, zahlen aber dann Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Die Kosten eines Gesundheitskurses teilt der Arbeitgeber beispielsweise auf die Anzahl der Teilnehmer auf. Frei von Steuer- und Sozialversicherungsabgaben sind gesundheitsfördernde Maßnahmen des Arbeitgebers dann, wenn sie dem Leitfaden Prävention „Gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder und Kriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Umsetzung von §§ 20 und 20 a SGB V“ entsprechen. Hier lesen Sie mehr zum Thema.

Auf Chefkosten ins Fitnessstudio

Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und betriebliche Gesundheitsförderung – diese beiden Zwecke müssen Arbeitgeber erfüllen, wenn sie ihre Mitarbeiter beim Training im Fitnessstudio unterstützen wollen. Zwar ist die Übernahme des Mitgliedsbeitrags für Fitnessstudio oder Sportverein wegen dessen hohen Freizeitanteils grundsätzlich keine begünstigte Gesundheitsmaßnahme, daher nicht steuer- und sozialversicherungsfrei für den Arbeitnehmer. Über die sogenannte Sachbezugsgrenze ist jedoch eine Ausnahme möglich. Sofern die Kosten pro Mitarbeiter und Monat 44 Euro nicht überschreiten, wird der Beitrag für den Arbeitnehmer von Steuer- und Sozialversicherungsabgaben befreit. Weitere Sachbezüge darf der Arbeitgeber dem Mitarbeiter in diesem Fall aber nur dann gewähren, wenn die Gesamtsumme der Vergünstigungen 44 Euro nicht überschreitet (§ 8 EStG).

Externer Trainer kommt ins Haus

Arbeitgeber können im Rahmen des Gesundheitsmanagements auch die Option nutzen, einen Fitnesstrainer, einen Personal Trainer oder einen Gesundheitsberater direkt in die Firma kommen zu lassen – sofern dieser die entsprechenden Qualitätskriterien erfüllt. Sinnvoll ist, neben einem Erstgespräch über die Wünsche und Ziele der Belegschaft auch ein Probetraining beziehungsweise einen Probetag zu absolvieren, um sicherzugehen, dass es passt. Idealerweise setzen die externen Fachleute ein ganzheitliches Gesundheitskonzept um, das auch beispielsweise Elemente gesunder Ernährung enthalten kann. Auch bei dieser Maßnahme greift nach § 8 EStG die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit für den Arbeitnehmer bis zu einer Grenze von 44 Euro pro Monat.

Aktive Pause(n)

Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt oder an einer Maschine steht, hat nur begrenzt die Möglichkeit, seinen Arbeitsalltag aktiv zu gestalten. In solchen Fällen von einseitiger Belastung kann eine bewegte beziehungsweise aktive Mittagspause helfen. Zusätzlich zu kleinen Dehn- oder Lockerungsübungen während der Arbeitszeit und kleinen Gängen zum Kopierer oder zum Kollegen nebenan wird die Pause darauf verwendet, den Mitarbeiter aktiver und beweglicher zu machen. Dazu kann der Arbeitgeber entweder einen externen Trainer einladen, der mit der Gruppe hilfreiche Übungen macht, oder aber – am besten nach einer professionellen Einführung – in Eigenregie agieren. Das etwa 30-minütige Training kann je nach Disposition zum Beispiel einmal pro Woche oder auch öfter stattfinden. Mehr Informationen zu einem bewegteren Arbeitsalltag hat die IKK classic hier für Sie zusammengestellt. Weitere Anreize gibt es hier.

Extratipp:

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) unterstützt Arbeitgeber bei der Gesundheitsförderung im Betrieb – zum Beispiel mit der interaktiven Onlinehandlungshilfe 
„Bewusst bewegen – auch im Job“.

Sport in der Gruppe

Laufen, Tischtennis, Nordic Walking, Badminton, Radfahren, Squash, Aquafitness, Tai-Chi – allein 90 Sportarten gibt es beim Deutschen Betriebssportverband e. V. Da fällt schon die erste Entscheidung schwer.

„Üblich ist, dass Mitarbeiter untereinander gemeinsame sportliche Interessen feststellen und ihrem Chef die Idee vortragen, gemeinsam eine bestimmte Sportgruppe zu gründen. Was für eine Gruppe das ist, hängt von den Mitarbeitern ab – aber auch davon, was die Firma möchte“, sagt Uwe Tronnier, Präsident des Deutschen Betriebssportverbandes e. V. (DBSV). Vor 30 Jahren gründete man im Regelfall eine betriebliche Fußballmannschaft, die sich je nach Ehrgeiz und Können sogar in lokalen bis globalen Ligen behauptete: In vielen Betriebssportarten gibt es Meisterschaften auf verschiedenen Ebenen. „Heute sehen Chefs Fußball wegen des hohen Verletzungsrisikos nicht mehr so gern. Die Mitgliederanzahl hat sich von rund 100.000 halbiert, ist aber mit Blick auf die Rangfolge der Betriebssportarten immer noch die Nummer eins.“ Auch von Handball und asiatischen Kampfsportarten nähmen viele Arbeitgeber Abstand. „Heute geht es eher um die gesundheitliche Fürsorge für die Mitarbeiter“, sagt Tronnier.

Natürlich können Betriebe ihr Sportangebot zur Chefsache machen. In größeren Unternehmen übernimmt allerdings meist das Gesundheitsmanagement die Organisation und Pflege. Auch Mitarbeiter aus der Personalabteilung, einem anderen Bereich oder auch aus den Reihen des Betriebsrats können für diese Aufgabe ausgewählt werden. „Viele Firmen haben extra Personal eingestellt, das sich um dieses Thema kümmert“, sagt Tronnier. „Je größer der Betrieb, desto einfacher ist oft die Organisation und desto höher die Bereitschaft, etwas zu tun.“

Grundsätzlich sollten Arbeitgeber darauf achten, dass das Angebot so viele Mitarbeiter wie möglich anspricht. „Das schafft man eher mit niederschwelligen als mit Nischensportarten, für die ein tieferes Fachwissen oder besondere Fähigkeiten erforderlich sind“, sagt Tronnier. Je höher die Barriere und der Aufwand mit Blick auf Kompetenzen, Vorbereitung, Ausstattung und Zeit, desto weniger erfolgreich und attraktiv sei das Modell. Gut eignen sich Sportarten, in denen Mitarbeiter jeden Alters als Team etwas erreichen und sich gegenseitig unterstützen wie auch motivieren können. Allerdings müssen sich Betriebe nicht auf eine Sportart festlegen, sondern können einen Fitnessmix anbieten, etwa aus Kraft- und Ausdauerelementen. Wichtig ist die Überlegung, ob das Sportangebot dabei unterstützen soll, bestimmte einseitige Bewegungen oder Haltungen zu kompensieren oder bestimmte Belastungen wie häufiges Bücken, Heben oder Tragen über Kopf auszugleichen. Ideal vor dem Start eines Angebots: ein Gesundheitscheck durch den Betriebsarzt. Auch die Größe der Belegschaft spielt eine Rolle, wie Tronnier schildert: „Bei kleineren Firmen wie etwa einer Zahnarztpraxis ist es meist kompliziert, ausreichend Teammitglieder für bestimmte Mannschaftssportarten zusammenzubekommen. Schwierig mit Mannschaftssport zu vereinbaren seien teils auch Arbeitszeiten, etwa wenn eine Sporthalle nur dann verfügbar ist, wenn der Großteil der Mitarbeiter noch arbeitet.

Schon bei der Auswahl der Sportart spielt dem DBSV-Präsidenten zufolge die Raumsituation eine entscheidende Rolle. „Viele Betriebe haben keine Kapazitäten, um einen Raum für den Betriebssport vorzuhalten.“ Die Sportart selbst – wie Schwimmen oder Golf – kann das Ganze noch verkomplizieren. „In solchen Fällen kann man sich an Vereine oder Fitnessstudios vor Ort wenden und einen passenden Vertrag aushandeln“, sagt Tronnier. Wer öffentliche Anlagen besuchen möchte, muss das über den zuständigen Stadt- oder Landessportverband beantragen. Nach gültigem Sportvereinsrecht können nur eingetragene Vereine öffentliche Sportstätten nutzen.

Einmaliges oder regelmäßiges Angebot? Einmal oder mehrmals pro Woche? 20 Minuten oder eineinhalb Stunden? Fakt ist: Klassischer Betriebssport muss regelmäßige Intervalle besitzen, mindestens eine Einheit im Monat. „Der Rhythmus ergibt sich meistens von selbst, er hängt stark von der Sportart und dem Unternehmen ab“, sagt Tronnier. Im Regelfall besprechen Chef und Belegschaft gemeinsam, was am sinnvollsten ist – ohne sich zu hohe Ziele zu stecken: je leichter umsetzbar, desto dauerhafter das Angebot. Ob der Sport während oder außerhalb der Arbeitszeit stattfindet, ist ebenfalls individuell. „Klassisch ist, gemeinsam mit dem Betriebsrat einen Zeitkorridor festzulegen, in dem Betriebssport gemacht werden darf. Dann stempeln sich die Mitarbeiter für gewöhnlich aus oder melden sich ab und arbeiten die Arbeitszeit nach.“

Wer ein Sportangebot ausschließlich im Rahmen des eigenen Betriebs umsetzen möchte, kann das in Eigenregie tun, sagt Uwe Tronnier. Wer aber als klassische Betriebssportgemeinschaft auch an Wettkämpfen teilnehmen möchte, sollte eine Gruppe für die gemeinsam beschlossene Sportart gründen, einen Vorstand benennen und als Mannschaft beim zuständigen Landesbetriebssportverband Mitglied werden. „Die Verbände haben je nach Land unterschiedliche Konditionen, aber alle geben Hilfestellung, zum Beispiel in Form einer Mustersatzung“, sagt Tronnier. Über eine Meldung beim Finanzamt könne die Betriebssportgruppe Gemeinnützigkeit erwerben, falls sie sich für Spenden öffnen möchte.

Eines ist klar: Als Wettkampfsport auf gehobener Ebene eignet sich Betriebssport nicht – egal, wie fit und motiviert die Mitarbeiter sind, wie Tronnier hervorhebt. „Wer in einer Sportart etwas in dieser Hinsicht erreichen möchte, sollte ihr in passenden Vereinen nachgehen. Unser Motto ist: Hauptsache, die Leute kommen zum Sport.“ Deswegen sei ein niederschwelliges Angebot so wichtig. Im besten Fall beteilige sich auch der Chef selbst an den regelmäßigen Aktivitäten, rät der DBSV-Präsident. „So werden die Hierarchien im Unternehmen ein wenig aufgeweicht, das kommt der Arbeitsatmosphäre zugute. Auch unter Kollegen wird die Zusammenarbeit einfacher, wenn sie einander auch jenseits der Arbeitsthemen kennenlernen. Betriebssport kann so manches Thema auf zwischenmenschlicher Ebene lösen.“

„Ein eingetragener Sportverein, der Mitglied im zuständigen Sportbund ist, hat die Möglichkeit, dort eine Sportversicherung abzuschließen“, sagt Tronnier. Das hat Gründe: Die gesetzliche Unfallversicherung beispielsweise greift nicht bei Betriebssportturnieren. Grundsätzlich rät Tronnier dazu, sich genau über die Konditionen zu informieren. Eine Sportversicherung trete in der Regel nur dann ein, wenn alle anderen verfügbaren privaten Versicherungen sowie die des Unternehmens nicht greifen (siehe unten). Erlaubt der Chef, das Sportangebot während der Arbeitszeit zu nutzen, gilt die Unterbrechung dennoch nicht als Arbeitszeit und wird, sofern nicht anders vereinbart, nachgearbeitet. Grundsätzlich ist ein solches Sportangebot unabhängig von seinem Zeitraum freiwillig.

Vier Schritte zur Betriebssportgruppe

Sportart, Teilnehmer (sicherstellen, dass es ausreichend viele sind), Ort, Zeit und Intervalle für die gemeinsamen Aktivitäten festlegen. Unter Umständen können auch Angehörige und Freunde der Mitarbeiter der Betriebssportgruppe beitreten, sollte diese ansonsten nicht zustande kommen. Alternative: ein Zusammenschluss mehrerer kleinerer, idealerweise benachbarter Unternehmen.

Es empfiehlt sich, einen rechtsfähigen Verein zu gründen, etwa mit Blick auf das Haftungsrecht. Dazu gehören die Erstellung einer Satzung und deren Prüfung beim Registergericht. In einer nachfolgenden Gründerversammlung wählen die Anwesenden die passenden Vereinsorgane und -gremien. Im Anschluss meldet sich der neu gegründete Verein beim Registergericht an. Benötigte Unterlagen: Satzung (Original und Kopie), Protokoll, Teilnehmerliste der Gründungsversammlung und Eintragungsantrag. Die Anmeldung ist kostenpflichtig. Wichtig: Betriebssportvereine sind gemeinnützig und dürfen deswegen keine Gewinne erwirtschaften.

Auch dies ist ratsam. Denn ausschließlich eingetragene Betriebssportgruppen können an Wettkämpfen teilnehmen. Den regional zuständigen örtlichen oder Kreisbetriebssportverband finden Unternehmen über den
Deutschen Betriebssportverband e. V.

Eine Sportversicherung (über den Landessportbund) sollte auf jeden Fall abgeschlossen werden. Wichtig ist, zu prüfen, ob diese sämtliche Risiken abdeckt oder ob weitere Versicherungen notwendig sind. Nicht in jedem Fall haftet die gesetzliche Unfallversicherung oder Berufsgenossenschaft – Letztere tritt nur dann ein, wenn es bei der sportlichen Aktivität keinen „Gegner“ gegeben hat und das Angebot mindestens einmal monatlich stattfindet. Nichtbetriebsangehörige sowie Vorfälle in Sportvereinen oder Fitnessstudios sind nicht automatisch abgesichert.

Schritt für Schritt zum Erfolg: ein Praxisbeispiel

Gemeinsam zu Fuß nach Neapel gehen? Für einen deutschen Handwerksbetrieb ist so eine Aktion sicher untypisch. Und dennoch setzte sie die Ohrem & Wilkening GmbH im Frühherbst vergangenen Jahres mit der gesamten Belegschaft um. Auch wenn sich die zwölf Teilnehmer nur im Rahmen ihres privaten und beruflichen Alltags bewegten, nicht über die Landesgrenzen hinaus. „Zweimal im Jahr machen wir ein Event, und dieses fand ich besonders spannend“, schildert Frank Wilkening, einer der beiden Geschäftsführer des Spezialisten für Sicherheitsfenster und -türen aus Kerpen in Nordrhein-Westfalen. Auf Anregung des für seinen Betrieb zuständigen Gesundheitsmanagers der IKK classic orderte Wilkening für sämtliche Mitarbeiter einen Schrittzähler. Das Ziel: in vier Wochen gemeinsam 1.600 Kilometer erlaufen – eben die theoretische Strecke vom Firmensitz bis in die süditalienische Stadt. „Alle hatten identische Schrittzähler und fingen zum selben Zeitpunkt an zu messen“, sagt Wilkening. Jeden Morgen vor Arbeitsbeginn trug jeder einzelne Mitarbeiter seinen Zählerstand in einer großen Flipcharttabelle ein. Die visualisierten Kilometer stachelten den sportlichen Ehrgeiz vieler Teilnehmer zusätzlich an. Wilkening: „Der direkte Vergleich mit den Kollegen hat den Wettbewerbsgedanken gestärkt, keiner wollte schlechter sein als der andere, jeder wollte ein gutes Ergebnis liefern.“ Konkurrenzdenken oder gar schlechte Stimmung entstanden allerdings nicht, im Gegenteil, schildert der Geschäftsführer: „Die Aktion hat uns alle sehr deutlich motiviert und sogar einige wieder in Bewegung gebracht, die den Sport bisher hatten schleifen lassen.“ Zusätzlicher Anreiz waren 500 Euro zur Verwendung für ein weiteres gemeinsames Firmenevent. Den Betrag hatten die Chefs ausgelobt, wenn das Ziel erreicht würde. Der Endstand machte alle stolz: Der Handwerksbetrieb tat gemeinsam 1.900 Schritte. „Solche Aktionen sind toll, um den Teamgeist zu fördern und weiter aufrechtzuerhalten“, fasst Wilkening zusammen. „So ziehen alle auch weiterhin an einem Strang.“ In Kürze möchte sich der Betrieb erneut mit der IKK classic zusammensetzen, um die nächste Teamchallenge zu erarbeiten. Mehr Infos zur Ohrem & Wilkening GmbH gibt es auf der Unternehmens-Homepage.

Schritte zählen per App

Schritte zählen per App

© milestone sports

Seit Kurzem vertreibt Club4More GmbH & Co KG aus Köln einen Schrittzähler, der als kleiner Clip am Schuh getragen wird. „Der sogenannte Pod arbeitet nicht wie bisher handelsübliche Schrittzähler, die Länge und Geschwindigkeit einer Laufroute aufzeichnen“, erklärt Geschäftsführer Tobias Ditzer. Stattdessen analysiert das flache, runde Teil den Laufstil seines Trägers anhand von Kennwerten. „Am Bewegungsablauf, an der Erschütterung am Boden und der Bewegung des Fußes erkennt das Gerät zum Beispiel, ob man zu weit nach vorn gebeugt läuft oder zu sehr über Ferse oder Vorfuß abrollt.“

Gesteuert wird der mit einer auswechselbaren Knopfzelle betriebene "milestonePod" über eine App auf einem Smartphone oder einer Laufuhr, mit der man sich via Bluetooth verbindet. Er erkennt eigenständig, ob der Träger sich in einer Laufbewegung im Rahmen sportlicher Betätigung befindet. Kommt er zur Ruhe, stoppt die Aufzeichnung. „Die Grundidee ist, beim Laufen kein Handy mehr dabei zu haben. Zurück zu Hause synchronisiert man per Knopfdruck die vom Pod gesammelten Daten via App“, sagt Ditzer. Zur Individualisierung geben die Nutzer Name, Alter, Geschlecht, Körpergröße, Gewicht und E-Mail-Adresse in der App ein; anhand dieser Eckdaten personalisiert der Pod, in den USA seit rund fünf Jahren auf dem Markt, seine Analyse.

„Die Möglichkeiten sind vielfältig“, beschreibt Ditzer. „Man könnte die Daten professionell auslesen oder als Gesundheitspartner vorgefertigte Tutorials zur Verbesserung des Laufverhaltens online zur Verfügung stellen. Ziel der App ist es, das Verhalten zu optimieren.“ Der deutsche Triathlet Till Schramm hat den Schrittzähler getestet und ist seitdem überzeugtes Testimonial von Club4More. Das Gerät kostet derzeit knapp 40 Euro und ist zum Beispiel erhältlich über www.sportshop.com und Amazon.

Tipp für Unternehmen

Wer in seinem Betrieb auch eine Schrittzähleraktion durchführen möchte, wendet sich am besten an seinen lokalen Gesundheitsmanager der IKK classic. Der berät zu den Möglichkeiten und deren Umsetzung. „Der Betrieb bekommt alle Infos an die Hand, um die Aktion im Anschluss selbstständig durchzuführen“, sagt Gesundheitsmanager Björn Stark. „Denn unser oberstes Ziel ist es ja, die Firmen dazu zu bringen, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen.“ Schrittzähler eignen sich auch deshalb besonders gut als gesundheitsfördernde Maßnahme, weil das Angebot zum einen spielerisch ein Bewusstsein für mehr und gute Bewegung schafft und zum anderen so niederschwellig ist, dass der größte Teil der Belegschaft mitmachen kann. Mehr Infos zu betrieblichem Gesundheitsmanagement gibt es zum Beispiel hier.

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