Gutes Arbeitsklima, motiviertes Team

Bei der Freiburger Baufirma „Hopp+Hofmann – Schlüsselfertigbau“ geht es harmonisch zu. Um das gute Arbeitsklima aufrecht zu erhalten, beschreitet das traditionsreiche Unternehmen immer wieder neue Wege.

"Unsere Mitarbeiter sind unsere zweite Familie"

„Ein gutes Betriebsklima war und ist uns extrem wichtig. Unsere Mitarbeiter sind unsere zweite Familie“, sagt Stefan Hofmann, der das Unternehmen, gemeinsam mit seiner Cousine Yvonne Hofmann, in fünfter Generation leitet. Die Idee gezielt daran zu arbeiten, kam allerdings erst mit dem Einstieg des heute 48-Jährigen in den Betrieb seiner Familie vor 19 Jahren. Inspiriert wurde er vom Hotelier und Motivationstrainer Klaus Kobjoll. Beim Blick hinter die Kulissen von Kobjolls Vier-Sterne-Tagungshotel, dem Nürnberger Schindlerhof, überzeugten Hofman die innovativen Führungsstrategien.

 

Mitarbeiter bewerten sich selbst
„Dort habe ich gespürt, wie toll es ist, begeisterte Mitarbeiter zu haben.“  Besonders überzeugte ihn Kobjolls Mitarbeiter-Aktienindex (MAX) – ein Modul zur regelmäßigen persönlichen Stärken-Schwächen-Analyse. Jeder Mitarbeiter erhält zu Beginn einen Aktien-Nennwert, der steigen oder fallen kann. Die Mitarbeiter beurteilen sich selbst und nehmen so Einfluss auf den Kurs. „Am Anfang waren natürlich viele skeptisch“, erinnert sich Hofmann. „Aber wir haben ganz offen über die Bedenken gesprochen und schnell haben alle gemerkt, dass es bei dem System vor allem um Belohnung geht.“

Eine gute Unternehmenskultur ist ein stetiger Prozess

BGM ist ein wichtiger Schwerpunkt
Doch auch, wenn vieles schon gut lief, gab sich Hofmann nicht zufrieden: „Eine gute Unternehmenskultur ist ein stetiger Prozess“. Einer der Gründe, warum er sich die IKK classic mit ins Boot holte. „Wir haben ein hohes Durchschnittsalter auf der Baustelle, da kommt es natürlich vermehrt zu gesundheitlichen Problemen.“ Mit dem Einstieg ins Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) setzten die Hofmanns einen weiteren Schwerpunkt im Bereich Gesundheit im Betrieb. In einem Mitarbeiterzirkel wurde gemeinsam erarbeitet, wo die Belastung am schwersten ist und wie man Abhilfe schaffen kann.

 

Flexibilität führt zum Erfolg
Die Anregungen der Gesundheitsexperten nimmt er gerne an. „Man kann am Markt nur erfolgreich sein, wenn man sich permanent verändert und weiterentwickelt.“ Doch durch die Analyse der Gesundheitsmanagerin kamen auch andere Themen auf den Tisch, erzählt Hofmann. „An einigen Stellen, wo wir gedacht haben, dass klappt schon perfekt, sahen das die Mitarbeiter nicht so.“ Wie wichtig den Mitarbeitern zum Beispiel die Zusammensetzung der Arbeitsteams auf der Baustelle ist.  Durch die Anregungen der IKK konnten die Arbeitsabläufe auf der Baustelle optimiert werden. „Ständiges Nachfragen ist wirklich das A und O“, sagt Hofmann. 

Jeder gibt seinen Input
Kommunikation spielt bei „Hopp+Hofmann“ daher eine große Rolle. Nicht nur in regelmäßigen Mitarbeiterbesprechungen tauschen sich Chef und Kollegen aus. Hofmann will möglichst das ganze Potenzial seiner Mannschaft nutzen. „Wir legen großen Wert darauf, dass Mitarbeiter ihre Ideen in Ideenblättern anbringen. Ich gebe Feedback zu jedem Blatt.“ Und auch die Geschäftsführung lässt sich einmal im Jahr vom Team anonym bewerten. „Da muss keiner Angst haben. Wir wollen ein ehrliches Feedback.“ Ehrlichkeit und Offenheit herrschen auch beim Thema Fehler. Denn wer seine eigenen Fehler angibt, den erwartet statt Schelte ein Bonus. Hofmann wirbt für einen ganz neuen Umgang mit Fehlern, eine Art realistische Gegenkultur zum typisch deutschen Perfektionismus, in dem Fehler nicht vorgesehen sind: „Jeder, der etwas tut, kann Fehler machen. Mich eingeschlossen. Wenn mir ein Fehler passiert, habe ich kein Problem damit, das auch meinem Team zu sagen.“ 

Natürlich geht es nicht ganz ohne Kritik.

Ansporn: Positives Feedback
Natürlich geht es nicht ganz ohne Kritik, doch im Vordergrund sollte immer die Anerkennung stehen. „Was ich mir sehr zu Herzen nehme als Chef, ist viel zu loben“, sagt Hofmann. Schließlich ist ein positives Feedback für jeden ein Ansporn. Auch Kunden bittet er um Referenzschreiben als Anerkennung für die Arbeit seiner Mitarbeiter.

 

Anerkennung beginnt im Kleinen
Oft sind es allerdings schon ganz kleine Dinge, mit denen man Wertschätzung zeigen kann, weiß Hofmann. Die Weihnachtsfeier ist keine lästige Pflichtveranstaltung, regelmäßig werden andere gemeinsame Veranstaltungen wie Ausflüge oder Bowlingabende geplant. Dabei ist stets auch die ganze Familie willkommen. Wer etwas zu feiern hat, wird aus der Chefetage mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedacht. Und der wohlverdiente Feierabend beginnt so früh und unkompliziert wie möglich: „Unsere Bauerarbeiter müssen den Kleinlaster nicht zurück in die Firma bringen, sondern können damit direkt nach Hause fahren.“ Denn Hofmann ist sich sicher: „Wenn man diesen Gedanken lebt, dann hat man auch das Team, dass zur eigenen Einstellung passt.“

 

BGM-Angebote

Gern informieren wir Sie persönlich über alle Angebote zum Thema Gesundheit im Betrieb. Fragen Sie bei Ihrer IKK classic vor Ort nach oder schicken Sie uns eine E-Mail an bgm@ikk-classic.de.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite: www.ikk-classic.de/bgm.

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