Gut zu wissen

Gut zu wissen

  • Beitragsfälligkeiten Oktober 2017
  • Weniger Rückenprobleme mit den richtigen Maßnahmen
  • Beschäftigte im Handwerk sind länger krank
  • Tischler: dringend gesucht

Beitragsfälligkeit 2017

Für viele Arbeitgeber steht am Fälligkeitstag noch gar nicht fest, wie hoch die zu zahlenden Beiträge tatsächlich sind. In diesen Fällen gilt der Grundsatz: Gezahlt wird zunächst die voraussichtliche Höhe der Beitragsschuld. Der verbleibende Restbeitrag wird dann zum drittletzten Bankarbeitstag des Folgemonats fällig.

Ab Januar 2017 sind für die Ermittlung der Beiträge zum Fälligkeitstag folgende drei Wege zur Berechnung der Bemessungsgrundlage für die Sozialversicherungsbeiträge möglich:

  1. Ist das endgültige Entgelt im Abrechnungsmonat bekannt (z. B. bei Zahlung eines festen Monatsgehalts), ist keine Schätzung notwendig und es wird das tatsächliche Entgelt des aktuellen Monats zugrunde gelegt.

  2. Ist das endgültige Entgelt im Abrechnungsmonat noch nicht bekannt (z. B. bei Zahlung von Stundenlohn), muss entweder eine fiktive Hochrechnung erfolgen oder unter Hinzunahme des Vormonats und Berücksichtigung der eingetretenen Änderungen (Beschäftigtenzahl, Arbeitstage/-stunden, Beitragssätze etc.) geschätzt werden oder

  3. es ist im Rahmen der Vereinfachungsregelung der Vormonatswert zugrunde zu legen.

Wenn kein Beitragssoll eines Vormonats vorliegt, sind die Varianten 1 oder 2 zu nutzen.

Bisher war die 3. Variante an weitere Bedingungen geknüpft. Diese Bedingungen entfallen ab Januar 2017. Vom Sollmonat Januar 2017 an steht die Vereinfachungsregelung ohne Bedingungen allen betroffenen Unternehmen optional offen. Einzige Ausnahme: Im betreffenden Monat werden Einmalzahlungen geleistet. Diese sind im jeweiligen Monat zu berücksichtigen, in dem sie gezahlt werden.

Gute Arbeitshaltung, weniger Rückenschmerzen

Mehr als 14 Millionen Menschen in Deutschland, die täglich am Bildschirm arbeiten, fühlen sich permanent müde und erschöpft. Genauso viele Erwerbstätige haben Wirbelsäulenbeschwerden. Das veröffentlichte der Arbeitskreis Krankenversicherungen 2016. Ein ergonomischer Schreibtischarbeitsplatz schont Muskulatur, Gelenke und Wirbelsäule. Der Schreibtischstuhl hat die richtige Höhe, wenn die Füße beim Sitzen komplett auf dem Boden stehen. Ober- und Unterschenkel bilden einen rechten Winkel. Auch bei vollständig angelehntem Rücken sollten die Arme die Tastatur erreichen, ohne durchgestreckt zu sein. Die Handgelenke knicken nicht ab, der Oberkörper ist gerade nach vorn gerichtet. Die Maus sollte mal rechts, mal links genutzt werden. Im Fachhandel gibt es Schreibtische, Stühle und weiteres Arbeitsmaterial gemäß den ergonomischen Anforderungen des Körpers. Eine ergonomische Tastatur zeichnet sich unter anderem durch eine Handballen-Auflage und ein nach hinten abfallendes Tastenfeld aus.

Tipp: Nicht nur im Büro, sondern auch auf der Baustelle und an anderen Orten im Betrieb lauern Risiken für Rückenbeschwerden. Wie Sie Ihre und die Körpermitte Ihrer Belegschaft im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements stärken, erfahren Sie in unsrem kostenlosen Sonderheft "Baustelle Rücken". Hier geht es zum Download.

Klima in Deutschland

Der Sommer ist eine tolle Jahreszeit. Doch nicht alle Menschen vertragen die heißen Tage. Die folgende Grafik zeigt, wie die Deutschen die warmen Tage meistern:

Grafik Hitze

Hoher Anteil an Langzeiterkrankungen

Der Krankenstand der versicherten Beschäftigten im Handwerk lag im vergangenen Jahr bei 5,2 Prozent und hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. An jedem Arbeitstag des Jahres 2016 fehlten also fünf von 100 Beschäftigten. Das ergab eine Analyse der IKK classic auf Basis ihrer Arbeitsunfähigkeitsdaten der mehr als 483.000 ganzjährig versicherten Beschäftigten im Handwerk. Obwohl im Handwerk Tätige oft körperlich stärker gefordert werden, als Angehörige anderer Berufe, blieben überdurchschnittlich viele Handwerker das ganze Jahr 2016 über ohne krankheitsbedingte Fehlzeiten: 40,4 Prozent der Handwerker waren während des gesamten Jahres nicht einen Tag krankgeschrieben. Der Durchschnitt aller knapp 1,6 Millionen ganzjährig IKK-versicherten Beschäftigten lag bei 39,3 Prozent.

Besorgniserregend sind die anhaltend hohe durchschnittliche Falldauer von 13,2 Tagen und der hohe Anteil an Langzeiterkrankungen (über 42 Tage). Wenn Handwerker erkranken, dann umso heftiger und sie brauchen in der Regel länger, bis sie wieder fit sind. Im Jahr 2016 betrug der Anteil der Langzeiterkrankungen im Handwerk 48,9 Prozent (2015: 47,3 Prozent). Zum Vergleich: Über alle ganzjährig Versicherten der IKK classic hinweg waren es nur 44,4 Prozent.

Im Handwerk überwiegen Muskel- und Skeletterkrankungen. Sie verursachten im vergangenen Jahr die meisten Krankheitstage im Handwerk und legten mit 30,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (29,5 Prozent) noch einmal zu. Verletzungen blieben mit 16,1 Prozent stabil auf dem Vorjahresniveau. Erkrankungen des Atmungssystems sorgten mit 12,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015 (13,7 Prozent) dagegen für weniger Fehltage.
Psychische Erkrankungen stiegen zwar mit 8,7 Prozent leicht an (2015: 8,4 Prozent), verursachen aber lange nicht so viele Arbeitsunfähigkeitstage wie beispielsweise im öffentlichen Dienst: Dort liegen psychische Erkrankungen mittlerweile auf Platz drei und um 50 Prozent höher als im Handwerk.

Das Durchschnittsalter der Beschäftigten im Handwerk liegt inzwischen bei 42,3 Jahren (2015: 41,8; 2014: 41,4) und ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass der demografische Wandel längst auch im Handwerk angekommen ist. Es ist Zeit, mit einem altersgerechten und gesundheitsfördernden Betriebsmanagement dieser Entwicklung Rechnung zu tragen.

BGM der IKK classic

Passgenaue Lösungsansätze, um den betrieblichen Krankenstand zu verringern, bietet die IKK classic mit ihrem betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Tischlerhandwerk sucht Fachkräfte

Tischler: händeringend gesucht

Tischler: schwer zu rekrutieren.

 © Cultura/Sigrid Gombert/Getty Images

Fachkräftemangel ist in vielen Branchen ein großes Problem. Die „Zukunfts-Initiative modernes Tischlerhandwerk" (ZIMT) hat kürzlich zu diesem Thema eine große Online-Befragung bei den Tischler-Betrieben in NRW, Hamburg und Schleswig-Holstein durchgeführt. Das Ergebnis: Die Hälfte der Betriebsinhaber rechnet damit, in den kommenden Jahren Schwierigkeiten bei der Rekrutierung ihres Personalbedarfs zu bekommen. Mehr als sieben Prozent gehen sogar davon aus, dass sie ihren Bedarf nicht mehr decken können.

28 Prozent der rund 500 befragten Unternehmen wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen, 29 Prozent wollen sich auf die Wiederbesetzung frei gewordener Stellen beschränken. Ein Problem, vor dem zahlreiche Chefs stehen ist auch der demografische Wandel. Denn von den aktuellen Mitarbeitern wird innerhalb der kommenden zehn Jahre jeder sechste altersbedingt ausscheiden.

Um Mitarbeiter zu halten, sei die Weiterbildung ein wichtiger Schritt, da sind sich die befragten Betriebsinhaber einig. Auch die eigene Qualifizierung sei entscheidend, um die Führung des Betriebes zu verbessern. 80 Prozent der Inhaber sehen in Tagesseminaren die beste Form für eine Weiterbildung.

Weiterbildungsseminare der IKK classic

Die IKK classic bietet zahlreiche Weiterbildungsseminare – entweder online oder vor Ort – an. In 90-minütigen kostenfreien Einheiten vor dem Bildschirm im Büro oder Arbeitszimmer erhalten Teilnehmer der IKK-Webinare einen schnellen, aktuellen und interaktiven Überblick über unterschiedlichste Themen, beispielsweise aus der Sozialversicherung, dem betrieblichen Gesundheitsmanagement oder dem Arbeitnehmer-Marketing. Neue Termine finden Sie regelmäßig auf unserer Homepage. Anmelden können Sie sich ganz einfach online. Weitere Infos erhalten Sie auch per E-Mail.

Neben Online-Seminaren können Sie auch an Vor-Ort-Seminaren der IKK classic teilnehmen.
 

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Bildnachweis Header: © Rostislav_Sedlacek/iStock/Thinkstock