Gut zu wissen

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  • Staubschutz: So sind Ihre Mitarbeiter geschützt.
  • Ferien vom Betrieb: Eine Studie zeigt das Urlaubsverhalten der Deutschen.
  • Überstunden: Wann sind sie zulässig, wann gibt es Probleme?

Mitarbeiter besser gegen Staub schützen

Jeder achte Arbeitnehmer ist häufig Staub, Rauch, Gasen oder Dämpfen ausgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erwerbstätigenbefragung, die alle sechs Jahre von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführt wird. Die Belastung durch Staub ist laut BAuA nicht zu unterschätzen: Unbemerkt dringen vor allem kleine Partikel in die Lunge ein. Sie können Atemwegsentzündungen und sogar Krebs verursachen.

Besonders betroffen von einer regelmäßigen Staubbelastung sind demnach Beschäftigte im Baugewerbe (29 Prozent) und im produzierenden Gewerbe (19 Prozent). Wie Betriebsinhaber den Staubschutz für ihre Mitarbeiter verbessern können, hat die BAuA in ihrem „Einfachen Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG)“ zusammengestellt. Arbeitsschutzmaßnahmen sollten zum festen Bestandteil der Arbeitsabläufe gemacht werden.

Mehr Informationen erhalten Unternehmer auch im Faktenblatt „Bloß keinen Staub aufwirbeln – Belastungen durch Staub, Rauch, Gase und Dämpfe“.

So viel Urlaub haben deutsche Arbeitnehmer

Urlaub

© Westend61/Brand X Pictures/Getty Images

Die meisten Arbeitnehmer nehmen maximal 15 Urlaubstage am Stück. Für die Studie des Jobportals Indeed wurden mehr als 1.000 deutsche Erwerbstätige befragt. Die meisten Deutschen haben im Durchschnitt 26 bis 30 Urlaubstage im Jahr, fast 70 Prozent der Teilnehmer gaben diesen Wert an. Im europäischen Vergleich können sich die deutschen Arbeitnehmer freuen: In Spanien gibt es im Schnitt nur 22 Urlaubstage, in Polen und Belgien sogar lediglich 20 Urlaubstage. Bei uns dagegen haben nur etwa vier Prozent den gesetzlichen Mindesturlaub von 20 Tagen. Am anderen Ende der Skala sieht es ähnlich aus: Rund fünf Prozent haben mehr als 36 Tage Urlaub im Jahr.

Die meisten Deutschen sind zufrieden mit ihrer Urlaubsregelung. Zwei Drittel der Studienteilnehmer gaben an, ausreichend Urlaub zu haben.

Überstunden müssen geregelt sein

In Deutschland haben Arbeitnehmer im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit fast eine Milliarde unbezahlter Überstunden geleistet. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IBA) hat in einer Studie herausgefunden, dass ein Vollzeitbeschäftigter im Durchschnitt 5,5 Überstunden im Monat, ein Arbeitnehmer in Teilzeit zwei Überstunden leistet. Im europäischen Vergleich liegen die Deutschen damit auf Platz zwei – nur die Briten arbeiten mit 40,8 Wochenstunden länger.

Doch wie viele Überstunden sind erlaubt? Wann muss ich als Arbeitgeber einschreiten? In der Regel gilt: Überstunden müssen sich im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes halten. Mehr als zehn Arbeitsstunden am Tag sind nicht erlaubt. Nach sechs Stunden muss eine Pause von mindestens 30 Minuten gewährleistet werden. Zwischen zwei Schichten müssen mindestens elf Stunden Ruhezeit liegen.

Generell muss im Arbeitsvertrag das Ausmaß der Überstunden festgehalten werden. Und wenn es sich nicht um einen Notfall in der Firma handelt, haben Arbeitnehmer das Recht, Überstunden zu verweigern.

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