Folgen ungesunder Ernährung

Unausgewogene Ernährung über einen längeren Zeitraum kann gesundheitliche Folgen haben. Übergewicht und Diabetes, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mögliche Auswirkungen. Sogar bei der Entstehung von Krebs könnte die Ernährung eine entscheidende Rolle spielen.

Therapie mit Messer und Gabel

Wer sich ausgewogen ernährt, kann zahlreiche Krankheiten vermeiden. Die IKK-Ernährungsexpertin Anke Hagemann erklärt im Interview, was unausgewogene Ernährung eigentlich bedeutet, welche Folgen sie haben kann und was Arbeitgeber davon haben, wenn ihre Mitarbeiter zu Obst statt Keksen greifen.

 

Was passiert, wenn man sich jahrelang schlecht oder unausgewogen ernährt?

Anke Hagemann: Zunächst einmal muss die Begrifflichkeit „unausgewogen“ genauer erläutert werden. Wenn man davon spricht, dass sich jemand trotz eines ausreichenden Nahrungsangebots „unausgewogen“ ernährt, isst dieser Mensch entweder zu viel oder zu wenig von einzelnen Lebensmitteln, beziehungsweise diese in zu stark veränderter Form, oder ernährt sich zu einseitig. Dadurch können Defizite an Nährstoffen und Überangebote an Zucker oder Fett entstehen, die in der Folge ernährungsabhängige Erkrankungen bedingen und/oder mitbedingen.

Oft ist es eine Kombination aus Stress und falscher Ernährung, die die Mitarbeiter krank macht.

Welche Krankheiten sind das?

Anke Hagemann: Da gibt es zahlreiche, die häufigsten sind Übergewicht und Diabetes mellitus. Aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen und Bluthockdruck gehören zu den ernährungsabhängigen Erkrankungen. Bei der Entstehung von Krebs spielt die Ernährung möglicherweise ebenso eine wichtige Rolle.

 

Wie lange muss man sich ungesund ernähren, bis solche Krankheiten ausgelöst werden?

Anke Hagemann: Das dauert oft jahrelang, ist individuell unterschiedlich und kann durch weitere Faktoren mit beeinflusst werden, wie zum Beispiel durch eine sitzende Tätigkeit und insgesamt Bewegungsmangel. Irgendwann zeigen sich jedoch die ersten Symptome.

 

Wie beeinflusst falsche Ernährung den Arbeitsalltag?

Anke Hagemann: Oft ist es eine Kombination aus Stress und falscher Ernährung, die die Mitarbeiter krank macht. Wer unter den erwähnten ernährungsbedingten Erkrankungen leidet, ist sicherlich oft nicht so leistungsfähig und konzentriert bei der Arbeit wie ein gesunder Kollege.

 

Was bringt es Arbeitgebern, auf die gesunde Ernährung ihrer Mitarbeiter zu achten?

Anke Hagemann: Die Mitarbeiter sind dauerhaft leistungsfähiger, konzentrierter und fühlen sich wohler. Dadurch sinken ihre Fehlzeiten, gleichzeitig steigt die Zufriedenheit. Um sein Team zu unterstützen, ist es manchmal schon ein Anfang, bei Besprechungen nicht immer die typischen süßen Snacks aufzustellen, sondern ein paar frische Saftschorlen anzubieten oder Studentenfutter und Obst statt Kekse. So helfen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern dabei, ihr Gewicht besser zu halten. Um Arbeitgeber hier gezielt zu unterstützen, bietet die IKK classic im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements Workshops und Vorträge an oder zeigt Handlungsfelder zum Thema „Ernährung“ auf.

 

Diabetes

Nach aktuellen Erhebungen der International Diabetes Federation (IDF) gibt es weltweit etwa 246 Millionen Diabetiker. Für Deutschland liegen die Schätzungen bei fünf bis sechs Millionen Patienten mit dieser Diagnose. Drei Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den direkten Folgen eines Diabetes. Die Krankheit gehört weltweit zu den fünf häufigsten Todesursachen.

Diabetes-Risiko-Test:

Mit dem kostenlosen Diabetes-Risiko-Test der IKK classic kann jeder für sich online sein Diabetesrisiko einschätzen. Der wissenschaftlich anerkannte Test zeigt nach der Beantwortung von acht Fragen auf, wie groß das mögliche Risiko ist, in den nächsten zehn Jahren an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

 

Übergewicht

Laut Robert Koch-Institut sind zwei Drittel der Männer (67 Prozent) und rund die Hälfte der Frauen (53 Prozent) in Deutschland übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen) ist stark übergewichtig (adipös). Ob jemand normales Gewicht hat oder bereits übergewichtig ist, lässt sich anhand des Body-Mass-Index (BMI) grob ermitteln. Dieser beschreibt das Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht. Ab einem BMI von 25 gilt man laut WHO als übergewichtig, ab 30 als stark übergewichtig.

Gesundheitskurse:

Bis zu zweimal 90 Euro stehen jedem IKK-Versicherten pro Jahr für die Teilnahme an Gesundheitskursen zur Verfügung. Eine Online-Suche hilft dabei, den passenden Kurs im bundesweiten Angebot rund um die Ernährung zu finden. Neben Vor-Ort-Kursen zur Vollwertküche oder zum Abnehmen gibt es auch spezielle Online-Angebote, die Versicherte ganz bequem von zu Hause aus belegen können.

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