Per Mausklick zum Meister

Lange Tage auf der Baustelle, Stress im Büro – wer sich neben der täglichen Arbeit zum Meister weiterbilden möchte, nimmt jede Zeitersparnis gerne an. Online-Kurse sind dafür bestens geeignet. Die Weiterbildung am PC hat viele Vorteile.

Per Mausklick zum Meister

Handwerksberufe macht man mit der Hand, heißt es. Zu Recht: Nur mit einem Computer ist die Arbeit nicht getan. Dennoch – der Weg ins Handwerk, insbesondere zum Meister, führt seit einigen Jahren auch über das Internet.

Vereinsamen Schüler vor dem Rechner, weil sie beim eLearning schlicht auf Inhalte aus dem Netz zugreifen? Nein, sagt Sigrid Lisson, Leiterin der Abteilung Unternehmensführungslehrgänge der Handwerkskammer Düsseldorf. „Bei uns loggen sich maximal sieben Teilnehmer in einen virtuellen Klassenraum ein und verfolgen zu vereinbarten Zeiten von einem beliebigen Standort aus den zwei- bis dreistündigen Unterricht, vorzugsweise per Kamera und Mikrofon. Der Dozent ruft neben der Vermittlung der Lehrinhalte Teilnehmer auf und beantwortet ihre Fragen.“ Zudem erfolge individuelle Betreuung, online oder telefonisch.

„Der Online-Unterricht findet wochentags meist ab 20 Uhr oder am Wochenende vormittags statt. Wer tagsüber auf der Baustelle ist oder Kosten und Aufwand scheut, führt den Unterricht bequem am Rechner durch.“ Zudem bildeten die Schüler Lerngruppen oder tauschten sich einzeln über die Plattform aus.

Wer tagsüber auf der Baustelle ist, führt den Unterricht bequem am Rechner durch.

An die Anfänge des onlinegestützten Lernens in Düsseldorf um die Jahrtausendwende erinnert sich Lisson noch: „Begonnen haben wir mit dem Europäischen Computerführerschein ECDL und boten schnell auch die Teile III und IV der Meisterschule online an. Die Nachfrage war riesig.“ Jährlich vier onlinegestützte Lehrgänge gebe es seit 2001. Da die Meisterschüler weiterhin den persönlichen Kontakt zum Dozenten schätzen, bietet die HWK Düsseldorf die Meisterprüfungsteile als „blended learning“ (vermischtes Lernen) an. Jenseits des virtuellen Raums kommen die Teilnehmer alle sechs Wochen in Düsseldorf zum Präsenzunterricht zusammen. Lisson: „Die Kurse schneiden sehr gut ab.“ Auch Klassen sämtlicher weiterer Werksbereiche könnten die Plattformen nutzen.

 

Leistungssteigerung der Meisterschüler

Die Handwerkskammer Erfurt verzeichnet dank des onlinegestützten Lernens ebenfalls eine Leistungssteigerung seitens der Meisterschüler, berichtet Sven-Erik Laars, Beauftragter für Innovation und Technologie. „Wir sind eine der ersten Handwerkskammern, die Meisterschüler digital ausgebildet haben, seit rund fünf Jahren findet sogar die Meisterprüfung zum Teil III vollständig digital in unserem Hause statt.“ Durchgehend arbeitet die HWK Erfurt seit rund 15 Jahren mit einer Kommunikations- und Lernplattform, über die schon rund 4.500 Teilnehmer und Dozenten kommunizieren.

Zu den Vorteilen zählt Laars, dass Inhalte – etwa zu Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie theoretischen Grundlagen – jederzeit zur Verfügung stehen. So könnten sich Teilnehmer ihren Stoff einteilen und sofort auf neu eingestellte Inhalte reagieren. Denn auch Smartphones, Chat-Programme und soziale Netzwerke seien inzwischen in den Lernprozess eingebunden. „Die Plattformen sind eine gute Ergänzung. Für reines eLearning gibt es im Handwerk zu wenig Inhalte, gewisse Dinge werden auf Papier bleiben. Aber die Masse wird online abrufbar gemacht. Integrierte Videokonferenz-Systeme zum Beispiel werden immer mehr genutzt.“

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