Mitarbeitersuche über Tablets und Co.

Soziale Medien sind die perfekte Plattform, um neue Mitarbeiter für den Betrieb zu gewinnen. Vor allem potenzielle Auszubildende haben ihr Smartphone oder ihr Tablet immer griffbereit. Deshalb sollten Betriebsinhaber das Internet für die Mitarbeitersuche nutzen.

Neue Mitarbeiter übers Internet

In Zeiten des Fachkräftemangels tun Handwerksbetriebe gut daran, potenzielle Mitarbeiter über möglichst viele Kanäle anzusprechen. Auf sozialen Medien tummeln sich besonders viele Kandidaten – doch wie funktioniert eine erfolgreiche Ansprache?

Auf der Suche nach Fach- und Führungskräften gehen Personaler hierzulande online. Am häufigsten kommen dabei Jobbörsen und Jobsuchmaschinen (92 Prozent) sowie unternehmenseigene Webseiten (87 Prozent) zum Einsatz. Das fand HR-Tech-Beraterin und Bloggerin Eva Zils in ihrer Social Media Recruiting Studie 2015 heraus. Social-Media-Kanäle nutzen der Studie zufolge nur 46 Prozent der Befragten für die Direktansprache von Bewerbern sowie 45 Prozent für Stellenanzeigen.

Doch laut der jüngsten JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbandes Südwest sind WhatsApp, Facebook und Instagram die wichtigsten Online-Communities für Zwölf- bis 19-Jährige, rund 98 Prozent von ihnen besitzen ein Handy oder Smartphone. Grund genug, die Mitarbeitersuche auf soziale Medien auszudehnen und auf verschiedene Endgeräte anzupassen.

Einen Facebook-Auftritt lebhaft zu gestalten, liegt oftmals nicht an mangelndem Interesse, sondern vielmehr an den Kapazitäten.

Das ist jedoch nicht so einfach. „Viele Handwerksbetriebe sind zwar heutzutage in sozialen Medien unterwegs, machen Innovationen, ihr Engagement sowie ihre Attraktivität als Arbeitgeber und Ausbilder transparent“, sagt Frank Zopp, Referatsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). In der Regel gehe das mit einer Darstellung über den eigenen Webauftritt oder Onlineshop einher. Qualität und Aktualität seien jedoch recht unterschiedlich. „Einen Facebook-Auftritt lebhaft zu gestalten, liegt oftmals nicht an mangelndem Interesse an diesem Kanal, sondern vielmehr an den Kapazitäten – vor allem in kleineren Betrieben.“ Werde ein solcher Auftritt nicht regelmäßig mit neuen Informationen gepflegt, bleibe er für potenziellen Nachwuchs uninteressant.

 

Social-Recruiting-Mix für neue Mitarbeiter

Betrieben, die diesbezüglich in den Startlöchern stehen, steht das Angebot des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk zur Verfügung. Die aktuell im Aufbau befindliche Website informiert unter anderem über Transferformate und Best-Case-Szenarien. So können Unternehmen zum Beispiel Abläufe neu strukturieren oder onlinegestützte Dienstleistungsangebote und Geschäftsmodelle entwickeln, um der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt gerecht zu werden.

Das SocialMedia Institute im baden-württembergischen Nürtingen beispielsweise rät für mehr Erfolg bei der Mitarbeitersuche zu einem sogenannten Social-Recruiting-Mix: Einbezogen werden unter anderem soziale Netzwerke wie Facebook und Google+, Business-Netzwerke wie Xing und LinkedIn, Microblogs wie Twitter, fachspezifische Foren und Online-Jobbörsen. Als Basis-Tipp rät das Institut dazu, die Ansprache zielgruppengerecht zu formulieren und nicht nur auf die verschiedenen Kanäle zu kopieren.

 

Auf die Wortwahl achten

So kann ein Arbeitgeber-Image-Video auf Instagram oder Facebook gut ankommen, während es auf Xing womöglich eher deplatziert wirkt. Auch die Wortwahl – eher persönlich, locker oder förmlich – sollte auf die jeweilige Plattform wie auch das Endgerät angepasst sein, also auf jedem Display, Smartphone, Tablet, Laptop und PC, angenehm lesbar sein. In jedem Fall ist es sinnvoll, innerhalb einer Stellenanzeige auf der eigenen Website auf weitere Kanäle zu verlinken. Dahinter sollte stets ein durchdachtes Konzept stehen, um einen einheitlichen Auftritt – und nachhaltig guten Eindruck des Arbeitgebers – zu gewährleisten.

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