Gut zu wissen

Gut zu wissen

  • Safety & Work: Hilfe bei der Gefährdungsbeurteilung
  • Arbeiten im Urlaub: Pausen gönnen ist wichtig
  • Sportlich: Mit dem Fahrrad in den Betrieb

Hilfe bei der Gefährdungsbeurteilung

Auf der Website „Safety & Work“ finden Betriebsinhaber zehn kostenlose Leitfäden, die sie bei der Gefährdungsbeurteilung unterstützen. Die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) hat diese Hilfestellungen zusammengestellt. Es werden unter anderem die Themenfelder „Lärm“, „Sturz“ und „Psychische Belastung“ abgedeckt. Die Leitfäden sind speziell auf den Arbeitsalltag in Klein- und Mittelbetrieben zugeschnitten. Praxisbeispiele, Checklisten und Schaubilder sollen den Betrieben dabei helfen, den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Die Seite wird unter anderem von der Berufsgenossenschaft für Nahrungsmittel und Gastgewerbe, der Berufsgenossenschaft Holz und Metall sowie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung unterstützt.

Gesund radeln mit dem Firmenrad

Mit dem Fahrrad zur Arbeit

© Geber/Getty Images

Gerade im Sommer steigen Mitarbeiter für den Weg zur Arbeit aufs Fahrrad. Arbeitgeber können die gesunde Alternative zum Auto unterstützen und Räder als Firmenfahrzeug zur Verfügung stellen. Das Fortbewegungsmittel darf auch privat genutzt werden. Zu beachten ist, dass Mitarbeiter entweder ein Fahrtenbuch führen oder die 1-Prozent-Regel beachten. Steuerlich gelten die gleichen Regeln wie bei Dienstautos. Ein bestimmter geldwerter Vorteil muss vom Mitarbeiter versteuert werden – zu einem Prozent vom Listenpreis des Fahrzeugs. Dieses eine Prozent des individuellen Satzes der Einkommensteuer ist pauschal für jeden Monat der Nutzung anzurechnen. Die Regelung betrifft auch Fahrräder mit Hilfsmotor (E-Bikes oder Pedelecs). Alternativ kann der Arbeitnehmer ein Fahrtenbuch führen und jede einzelne Fahrt getrennt nach dienstlich und privat notieren. Er muss dann den errechneten Anteil der privaten Nutzung versteuern.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) gibt zur Verdeutlichung ein Rechenbeispiel: Kostet das Fahrrad 1.099 Euro, zahlt der Fahrer auf 1.000 Euro monatlich ein Prozent Einkommensteuer und in der Regel auch die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung. Der Listenpreis des Fahrrads wird auf volle 100 Euro abgerundet. Berechnungsgrundlage sind also zehn Euro. Bei einem individuellen Steuersatz von 25 Prozent würden etwa 4,50 Euro Lohnsteuer und Sozialabgaben anfallen.

Vor dieser Regelung, die etwa seit einem Jahr gilt, mussten die Dienstfahrräder beziehungsweise der geldwerte Vorteil, den der Arbeitgeber damit gewährt, mit dem vollen Einkommensteuersatz versteuert werden.

 

Arbeiten im Urlaub macht krank

Den Betrieb im Urlaub komplett ruhen zu lassen, das fällt vor allem Chefs manchmal schwer. Das Smartphone kommt mit an den Strand und liegt auch nach Feierabend griffbereit neben dem Sofa. Betriebsinhaber und auch ihre Mitarbeiter sind so fast rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr erreichbar. Rund ein Sechstel der Beschäftigten in Deutschland nimmt sogar Urlaub, um berufliche Aufgaben in Ruhe zu erledigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die im Auftrag der Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ durchgeführt wurde. Jeder vierte Befragte bekommt in den Ferien zumindest gelegentlich berufliche Anrufe oder E-Mails. Bei einer Dauerbelastung wie dieser ist es nur eine Frage der Zeit, bis Körper und Psyche anfangen zu streiken. Über ein Drittel der Befragten nannten Symptome wie starke Unruhe, Rückenschmerzen oder Schlafstörungen.

Wie Sie Ihre Mitarbeiter und sich selbst durch betriebliches Gesundheitsmanagement schützen können, lesen Sie hier:

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