Nachhaltig dank gesunder Mitarbeiter

Ein Betrieb ist nur so stark wie seine Mitarbeiter. Sind diese krank, kann das den wirtschaftlichen Erfolg mindern. Vorsorge ist deshalb die beste Medizin. Mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement schaffen Sie die ideale Grundlage.

„Gesundheitsmanagement ist ein ständiger Prozess“

Der Stautenhof in der Nähe von Krefeld ist in den vergangenen Jahren extrem gewachsen. Die Mitarbeiterzahl hat sich vervierfacht. Damit sich das Betriebsklima aufgrund dieser Steigerung nicht anspannte, holte man das Gesundheitsmanagement der IKK classic ins Boot.

Auf dem Stautenhof in Willich-Anrath ist die Welt noch in Ordnung. Die Hühner sitzen nicht in engen Käfigen, sondern laufen frei auf einer Wiese. Auch die Schweine haben Auslauf, dürfen im Dreck wühlen. Glückliche Tiere, glückliche Menschen – das ist der erste Eindruck, den Besucher des Biohofes in Nordrhein-Westfalen haben.

Doch zufriedene und gesunde Mitarbeiter sind keine Selbstverständlichkeit, das wissen Beate und Christoph Leiders. Deshalb tut das Betreiberehepaar viel im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Vor allem, nachdem der Betrieb in den vergangenen Jahren beachtlich gewachsen war und sich die Anzahl der Angestellten vervierfacht hatte, erkannte die Familie rechtzeitig den Handlungsbedarf damit das Betriebsklima nicht unter dem Wachstum leiden musste. „Die Herausforderung war, die Mitarbeiter mitzunehmen, Strukturen und Abläufe anzupassen und das gute Miteinander beizubehalten“, sagt Christoph Leiders.

Manchmal waren es sogar nur Kleinigkeiten, die geändert werden mussten.

Zunächst wurde der Status quo ermittelt

Das Ehepaar holte sich mit IKK-Gesundheitsmanagerin Mechtild Janßen Hilfe ins Boot. Für jede Abteilung sollten die Mitarbeiter zunächst den Status quo beschreiben und selbst Verbesserungsvorschläge machen. „Manchmal waren es sogar nur Kleinigkeiten, die geändert werden mussten: ein höhenverstellbarer Tisch, eine bessere Beleuchtung und eine andere Organisation der Ablage“, erinnert sich Leiders. Im Arbeitsalltag bleibe oft keine Gelegenheit, solche Wünsche oder Probleme anzusprechen. Gerade deshalb sei eine offene Gesprächsrunde in gemischten Gruppen über alle Ebenen hinweg zu Anfang des BGM-Prozesses so wichtig gewesen.

Stautenhof Gesundheitsmanagement

Ein Ziel des Gesundheitsmanagements war es auch, das Betriebsklima zu verbessern. Dafür konnten Mitarbeiter Wünsche äußern, wie sie sich ihre Zusammenarbeit vorstellen.

© Rudolf Wichert

Mitarbeiter schnupperten in andere Arbeitsbereiche

Je nach Bedarf wurden die Mitarbeiter zu Seminaren in den Bereichen Stressbewältigung, körperliche Belastung oder gesundes Führen eingeteilt. Um das Wirgefühl zu steigern und das Verständnis für Abläufe in anderen Abteilungen zu schaffen, schnupperten die Beteiligten tageweise in verschiedene Arbeitsgebiete hinein. „Das Prinzip haben wir beibehalten. Jeder neue Mitarbeiter durchläuft zu Beginn unterschiedliche Bereiche, bevor er an seinem eigentlichen Arbeitsplatz eingesetzt wird“, sagt der Betreiber.

Ein weiteres Ergebnis des Prozesses ist die nachhaltige Festigung des Leitbildes, das im Team gemeinsam mit der externen Nachhaltigkeitsberaterin Elke Vohrmann von Vohrmann CSR-Consulting entwickelt wurde. Jeder konnte beschreiben, was die Zusammenarbeit ausmacht und was Gründe sind, gerne zur Arbeit zu gehen. Ein Leitsatz lautet beispielsweise: „Wir ziehen alle an einem Strang, denn wir wissen: Nur gemeinsam sind wir stark.“ Auf der Homepage des Biohofes können auch Kunden einen Blick auf das Leitbild werfen. „Wir sind stolz darauf“, sagt Leiders.

Die Fehlzeiten der Mitarbeiter sinken

Leiders schätzt, dass er bisher durch verschiedene Maßnahmen rund 30.000 Euro in die Gesundheit seiner Mitarbeiter investiert hat. „Das ist es mir wert.“ Abgesehen von einem besseren Zusammenhalt im Team hat das betriebliche Gesundheitsmanagement letztlich auch einen wirtschaftlichen Nutzen. Die Fehlzeiten der Mitarbeiter sinken. Zudem bringe ihm sein Einsatz für die vorhandenen Mitarbeiter auch neue Fachkräfte ein, sagt Leiders. „Es hat sich rumgesprochen, dass wir viel für unser Team tun. Ich hatte schon Bewerber, die sich deshalb bei uns vorgestellt haben.“ Und nicht nur bei Mitarbeitern und Bewerbern kommt das Engagement gut an: Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeichnete das Unternehmen kürzlich im Rahmen des GDA (Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie) Ideenwettbewerbs 2015 „Psychische Belastungen erfolgreich meistern" aus.

Der Besuch der Gesundheitsmanagerin der IKK classic ist für Arbeitgeber kostenlos. Das Engagement, die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern, wird von der IKK classic sogar finanziell über ihr Bonusprogramm für Betriebe belohnt. Der Bonus für den Arbeitgeber beträgt 50 Euro pro IKK-versicherten teilnehmenden Arbeitnehmer bis zu einer Höhe von maximal 2.500 Euro. Voraussetzung, um den Bonus zu erhalten, ist ein erfolgreicher Abschluss aller vereinbarten BGM-Maßnahmen.

Die Arbeit geht auch nach dem IKK-Besuch weiter

Auch nach dem Besuch der Gesundheitsmanagerin der IKK classic geht die Arbeit für Leiders weiter. „Wir merken jetzt schon die Auswirkungen. Der eingeschlagene Weg bringt mehr Ruhe und Verständnis untereinander. Aber betriebliches Gesundheitsmanagement ist ein ständiger Prozess“, so Leiders. Deshalb wird es auch in Zukunft regelmäßig Seminare zu Gesundheitsthemen geben.

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