Kolumne

In der profil-Kolumne stellt sich Marco von Münchhausen dieses Mal die Frage: Warum nur werden so viele Vorhaben im Berufsalltag so zähflüssig umgesetzt? Schuld daran sind häufig eine ganz besondere Art von Saboteuren: die inneren Schweinehunde.

Die kleinen Saboteure

So managen Sie die inneren Schweinehunde im Unternehmen

Umsetzung tut not – so lässt sich knapp eines der zentralen Probleme in vielen Unternehmen umreißen. Verantwortlich dafür sind nicht selten die inneren Schweinehunde, die es sich in ihren Schlupfwinkeln bequem gemacht haben. Und zwar auf allen Unternehmensebenen, egal ob beim Chef, bei den leitenden Mitarbeitern, den Angestellten oder den Azubis.

So werden Sie zum Schweinehund-Manager

Wie aber lassen sich die unterschiedlich gestrickten Schweinehunde Ihrer Mitarbeiter (und möglicherweise auch Ihr eigener) unter einen Hut bringen? Die beste Methode, die strategischen Züge der kleinen Saboteure schachmatt zu setzen, ist immer noch, ihnen klare Vorgaben zu machen – kurz: „Führen mit Zielen“. Worum geht es? Führung erfolgt hier nicht durch Druck und Beherrschung, sondern mittels Selbstkontrolle. Vorgegeben werden die Ziele – wie sie erreicht werden, ist dann Sache der Mitarbeiter. Dass sie erreicht werden, wird aber erwartet. Kann nicht funktionieren? Vorsicht! Es könnte sein, dass da gerade Ihr Schweinehund gesprochen hat.

Strategisches Rüstzeug

Der Trick besteht darin, nicht nur Ihre Mitarbeiter ins Boot zu holen, sondern immer auch deren Schweinehunde. Die folgenden vier Schritte sind schweinehunderprobt.

Wenn Sie ein Projekt zusammen mit Ihren Mitarbeitern zum Erfolg führen wollen, müssen Entscheidungen klar und nachvollziehbar sein. Das bedeutet: Beteiligen Sie Ihre Mitarbeiter an Ihren Entscheidungen. Auf diese Weise können Einwände rechtzeitig berücksichtigt werden.

Das bedeutet vor allem: schweinehundsichere Ziele setzen. Wichtig ist, dass die Ziele machbar sind. Zu hoch gesetzte Etappen oder zu knappe Zeitvorgaben („Bis Ende nächster Woche ist alles fertig“) begegnen Schweinehunde gerne mit einem lapidaren „Das schafft ja doch keiner!“ – und schon ist wieder ein Ziel reif für den Reißwolf.

In dieser Phase ist vor allem ein Aspekt entscheidend: Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter in der Umsetzungsphase weder über- noch unterfordert sind. Überforderung schafft Stress, Unterforderung Langeweile. In beiden Szenarien haben die Schweinehunde leichtes Spiel.

Versäumen Sie auf keinen Fall, die erfolgreiche Umsetzung Ihres Planes zu feiern. Je angenehmer die Belohnung, desto eher werden die Schweinehunde bei kommenden Vorhaben Ruhe geben.

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Bildnachweis Headergrafik: © Gisela Aulfes/Foto: Hüttenhain