BGM-Projekt: Betriebsnachbarschaft Greven

Das Projekt "GeMit" geht neue Wege in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Unternehmen schließen sich zusammen und gestalten ihre BGM-Maßnahmen gemeinsam. Die IKK classic unterstützt eine Betriebsnachbarschaft in Greven.

Nachbarschaftshilfe für gesunde Betriebe

Gesundheitsförderung im Betrieb ist ein sehr wichtiges Thema. Doch kleinere und mittlere Unternehmen schrecken manchmal vor der Aufgabe zurück, weil sie mit der Organisation überfordert sind. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (IBGF) wollen diese Hemmschwelle mit ihrem Projekt „GeMit – Gesunder Mittelstand Deutschland“ senken. Kleine und mittlere Firmen schließen sich in Betriebsnachbarschaften zusammen, um gemeinsam Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) anzubieten. So werden zum einen Ressourcen eingespart, zum anderen können auch Gruppenangebote entwickelt werden, die ein Betrieb alleine nicht ausfüllen könnte.

Die IKK classic unterstützt die Betriebsnachbarschaft Greven/Saerbeck im Rahmen des GeMit-Projektes. Vier Unternehmen kooperieren dort miteinander. Für Gesundheitsmanagerin Ann-Kathrin Niermann liegen die Vorteile dieser überbetrieblichen Gesundheitsförderung auf der Hand: „Mitarbeiter können beispielsweise einen Kurs in der Nachbarfirma besuchen, wenn dieser zeitlich besser passt als der im eigenen Unternehmen. Neben dieser Flexibilität ist auch der Austausch ein großer Vorteil. Die Betriebsinhaber kommen ins Gespräch, erhalten Einblicke in BGM-Maßnahmen anderer Betriebe.“

Ann-Kathrin Niermann unterstützt als IKK-Gesundheitsmanagerin die Betriebsnachbarschaft Greven/Saerbeck.

Ann-Kathrin Niermann, Gesundheitsmanagerin der IKK classic, unterstützt die Betriebsnachbarschaft Greven/Saerbeck.

© IKK classic

Zum Auftakt gab es eine Art Gesundheitsmesse

Günter Rohlmann, Leiter des BVMW-Kreisverbandes Steinfurt West und Nordwestmünsterland, ist der Netzwerkpartner vor Ort und akquirierte die teilnehmenden Betriebe. „Insbesondere für den Mittelstand ist es wichtig, konzeptionelle Handlungshilfen für die Umsetzung von Gesundheitsförderung und -management zu entwickeln“, erläutert Rohlmann sein Engagement bei GeMit. „Die überbetriebliche Umsetzung bietet enormes Potenzial für die Betriebe und schafft zusätzliche Synergien über das Thema Gesundheit hinaus.“

Zu Beginn des Projektes gab es eine große Auftaktveranstaltung, zu der alle Mitarbeiter der vier Betriebe eingeladen waren. Bei einer Art Gesundheitsmesse konnten sich die Beteiligten darüber informieren, was innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagements möglich ist – beispielsweise wurden Yoga-Kurse und Maßnahmen zur Stressbewältigung vorgestellt.

Nach Befragungen zum Bedarf wurde im Anschluss ein individuelles Konzept für jede Firma erstellt. Aber – ganz im Sinne von „GeMit“ – auch überbetriebliche Kooperationsangebote. So initiierten die Gesundheitsmanagerinnen der IKK classic eine Laufgruppe für Anfänger. Regelmäßig konnten die Mitarbeiter gemeinsam Laufen gehen – zu Beginn mit professioneller Anleitung, damit am Ende jeder ohne Probleme 30 Minuten Training durchhielt.

Stressbewältigung in der Gruppe

„Zudem haben wir gemeinsam mit Physiotherapeuten Übungen zur Rückengesundheit gezeigt, die zwischendurch am Arbeitsplatz gemacht werden können“, erklärt Ann-Kathrin Niermann. Andere übergreifende Angebote umfassten das Thema Stressbewältigung für Mitarbeiter und gesundes Führen für Führungskräfte. Beim Themenbereich gesundes Führen wurden sowohl intern in den Betrieben Seminare durchgeführt als auch gemeinsame Veranstaltungen für alle Teilnehmer. „So konnten interne Probleme angesprochen werden und es gab dennoch einen regen Austausch zwischen den Führungskräften der verschiedenen Unternehmen“, sagt die Gesundheitsmanagerin.

Das Projekt in Greven läuft mittlerweile seit Ende 2014. Alle zwei Monate treffen sich Ann-Kathrin Niermann und Günter Rohlmann mit einer Arbeitsgruppe aus den teilnehmenden Unternehmen, um zu besprechen, wie die Maßnahmen angenommen werden und was vielleicht noch verbessert oder ergänzt werden könnte.

Im kommenden Jahr endet die GeMit-Aktion. Ziel sei, dass die Firmen auch danach die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern. „In der Laufzeit des Projektes konnten sich Betriebsinhaber und Mitarbeiter ein Bild von den für ihr Unternehmen sinnvollen Fördermöglichkeiten machen. Das Team wird fitter, gesünder und vor allem motivierter an die Arbeit gehen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass alle diesen Zustand erhalten möchten und weiterhin Kurse und Angebote fördern“, erklärt die Gesundheitsmanagerin der IKK classic.

 

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