Kolumne

In der profil-Kolumne erfahren Sie dieses Mal, wie Sie den inneren Schweinehund überwinden. Wenn Sie sich vorgenommen haben, öfters Sport zu treiben oder gesünder zu essen - hier erhalten Sie eine Anleitung, wie es mit dem Durchhaltevermögen klappt.

Vom Feind zum Freund

Sie kennen den Kampf mit diesem inneren Widerstand, den Sie überwinden müssen, wenn Sie sich etwas Neues vorgenommen haben oder eine Veränderung in Ihrem Leben erreichen wollen? Diese Kraft, die Sie davon abhält, sich gesünder zu ernähren, mehr Sport zu treiben, Ihre beruflichen Aufgaben rechtzeitig anzugehen oder aber endlich mal wieder ins Theater zu gehen? Ganz klar, es ist der innere Schweinehund.

Er frisst gute Vorsätze einfach auf. Natürlich nicht als reales Wesen, sondern als Metapher für unsere Unlust und unsere Neigung, Aufgaben zu verschieben. Aber es ist ein sehr sympathisches Bild. Ermöglicht es uns doch, auf humorvolle Weise einen Teil unserer Persönlichkeit zu betrachten, den die meisten von uns nicht so recht mögen.

Der Schweinehund übertreibt gerne

Viele versuchen deshalb, ihren inneren Schweinehund einzusperren oder mit eiserner Disziplin in Ketten zu legen. Das hat aber nur zur Folge, dass er höchst aktiv im Untergrund weiterarbeitet – und seine Sabotageakte dann umso heftiger ausfallen. Dabei will uns der Schweinehund meist überhaupt nichts Böses, sondern uns vielmehr vor Überforderung, Überarbeitung und Überanstrengung schützen. Das Problem ist nur, dass er dabei gerne ein wenig übertreibt.

Statt ihn anzuketten, ist es besser, ihm lediglich ein paar Grenzen zu setzen. Die folgende Strategie hat den Vorteil, dass sie gar nicht erst versucht, den Schweinehund zu vertreiben, ihn einzusperren oder zu bezwingen. Sie ist in gewisser Weise schweinehundesicher.

 

Machen Sie sich die Kraft des WWW-Prinzips zunutze. Wirklich wissen warum. Denn in vielen Fällen verändern wir nichts, weil wir nicht wissen, was die Veränderung bringt.

 

Setzen Sie sich dabei vor allem Ziele, die Sie realistisch erreichen können. Nichts demotiviert mehr als Überforderung. Legen Sie daher im Zweifel die Latte etwas niedriger.

So verschaffen Sie sich einen kleinen Vorsprung vor dem Schweinehund. Es ist besser, spontan und ungeplant anzufangen, als lange abzuwägen. Auch wenn das Resultat vielleicht noch nicht perfekt ist – der Anspruch, vollkommene Ergebnisse zu erzielen, ist eine der Hauptursachen für wiederholtes Aufschieben.

 

Das hat gleich zwei Effekte. Zum einen gewinnen Sie Orientierung, wie weit Sie es mit Ihrem Vorhaben schon geschafft haben. Zum anderen steigt die Motivation, wenn Teilerfolge sichtbar werden.

 

Versäumen Sie nicht, ausgiebig zu feiern, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben. Und vergessen Sie nicht, auch Ihrem Schweinehund eine Kleinigkeit von dieser Belohnung abzugeben.

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