Interview Ruth Wagner

"Wenn die Geschäftsführung sich entscheidet, Zeit und Energie für die Mitarbeitergesundheit einzusetzen,
dann soll sich das natürlich auch lohnen und langfristige Verbesserungen bringen"

Ruth Wagner, Leiterin Bereich Prävention bei der IKK classic.

Jeder Betrieb hat seine eigenen Anforderungen.

Ruth Wagner über professionelles Betriebliches Gesundheitsmanagement und wie es hilft, die Motivation, die Gesundheit und die Zufriedenheit der Mitarbeiter nachhaltig zu verbessern.

Jeder Betrieb hat seine eigenen Anforderungen

Frau Wagner, wie gehen Unternehmer die ersten Schritte in Richtung eines langfristig angelegten Betrieblichen Gesundheitsmanagements?

Die Analyse der Situation im Betrieb ist wichtig, um ein Bild der vorliegenden Belastungen zu bekommen. Welche Ziele hat die Geschäftsführung? Welche Krankheitsfälle gibt es? Wie sieht die demografische Struktur aus, wie eventuell die Fluktuation? Das sind nur einige Fragen, die gestellt werden sollten, bevor es an eine Maßnahmenplanung geht. Unsere IKK-Gesundheitsmanager kommen gerne in den Betrieb, beraten umfassend und besprechen dann mit den Verantwortlichen eine individuelle Vorgehensweise.

Das heißt, einfach nur einen Obstteller in der Gemeinschaftsküche aufzustellen, reicht nicht?

Wenn die Geschäftsführung sich entscheidet, Zeit und Energie für die Mitarbeitergesundheit einzusetzen, dann soll sich das natürlich auch lohnen und langfristige Verbesserungen bringen. Steht der Obstteller nicht nur einmal, sondern jede Woche dort, ist das ein guter Anfang. Aber jeder Betrieb hat seine eigenen Anforderungen. In einer Firma, in der die Mitarbeiter häufig schwere Lasten tragen, lohnt es sich zu schauen, ob rückenschonend gehoben wird oder Hilfsgeräte angeschafft werden können. Von zentraler Bedeutung ist es, dass die Mitarbeiter Lust darauf haben, mitzumachen – das ist der erste Schritt hin zu gesundheitsförderlichen Veränderungen.

Und wie erreicht ein Betrieb das?

Es ist wichtig, die Mitarbeiter von Anfang an einzubinden. Gemeinsame Aktivitäten können für die Motivation entscheidend sein. Eine Schreinerei aus Freiburg betreibt beispielsweise schon seit Langem zweimal wöchentlich Frühsport, die gesamte Belegschaft macht mit. Neben dem gesundheitlichen Aspekt sind solche Aktivitäten auch gut fürs Arbeitsklima.


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